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Strom

«Smart Meter finde ich eine gute Sache»

 

Karin Guggisberg ist regelmässig für Elektra von Keller zu Keller unterwegs, um die Stromzählerstände abzulesen. Eine Aufgabe, die in einigen Jahren automatisch und digitalisiert von sogenannten Smart Metern erledigt wird.

 
 

Text: Luk von Bergen
Bild: Conrad von Schubert

Bewaffnet mit Ablesekopf und Smartphone, liest Karin Guggisberg innerhalb von zwei Wochen 1003 Stromzähler ab.

 

«Ich freue mich immer auf die Ablesungen», sagt Karin Guggisberg. Seit einigen Jahren bereits ist die pensionierte Jegenstorferin regelmässig in der Region unterwegs, um bei den Elektra-Kunden die Stromverbräuche abzulesen. «Eine geschickte Einsatzplanung ist entscheidend. Denn innerhalb von zwei Wochen muss ich exakt 1003 Zählerstände ablesen, das gibt zu tun.» 

Guggisberg war früher im Verrechnungsbüro der Elektra tätig. «Damals habe ich die Stromrechnungen ausgestellt. Mit dem Zählerablesen schaffe ich heute die Grundlage für die Rechnungen.» Und zwar indem sie von Keller zu Keller zieht und mit Ablesekopf und Smartphone jene Arbeit erledigt, die in einigen Jahren von sogenannten Smart Metern übernommen wird – präzis, effizient, digital. Bis ins Jahr 2027 müssen die Energieversorger 80 Prozent aller herkömmlichen Zähler durch diese intelligenten Stromzähler ersetzt haben. Es handelt sich dabei um eine Auflage der Energiestrategie 2050 des Bundes mit dem Ziel, die Energieeffizienz zu erhöhen und den Stromverbrauch zu senken.

Karin Guggisberg im Treppenhaus

An einem arbeitsintensiven Tag legt die Stromableserin Karin Guggisberg etwa 15 000 Schritte zurück.

 

Gestern Eintragungsbuch, morgen Smart Meter

«Früher hatten die Ableser ein dickes Buch dabei, um darin den Stromverbrauch feinsäuberlich von Hand einzutragen», sagt Karin Guggisberg. «Mit den Jahren kamen erste elektronische Hilfsmittel dazu – künftig funktioniert es dann halt vollautomatisch.» Das sei der Lauf der Dinge und gleichzeitig auch ein grosser Schritt in der Entwicklung der Datenerfassung. 

Vorerst aber ist die Elektra noch einige Jahre auf die Dienste des Ableseteams angewiesen. Der Arbeitsablauf sei keine grosse Sache, die Technik funktioniere in der Regel gut, sagt Guggisberg. «Beim Ablesen halte ich den Ablesekopf an den Stromzähler. Dieser erfasst die Verbräuche und liefert die Daten via Bluetooth aufs Smartphone. Später werden die Zahlen weiterverarbeitet im System der Elektra, in einem speziellen Verrechnungsprogramm.»

 

Was Sie über Smart Meter wissen müssen

Was genau sind Smart Meter? 
Das sind Stromzähler mit verschiedenen neuen Funktionen. Smart Meter messen nicht nur die verbrauchte Energie, sondern auch den Zeitpunkt des Verbrauchs. Die Messdaten gelangen automatisch an den Netzbetreiber.

Was sind meine Vorteile?
Die Elektra stellt Ihnen künftig die Energiedaten in geeigneter Form zur Verfügung, beispielsweise mit einer Visualisierung auf unsere Webseite. So lassen sich Energiesparpotenziale einfacher erkennen und Stromfresser eliminieren.

Was passiert mit meinen Energiedaten?
Die Daten werden wie bis anhin von der Elektra gespeichert und für die Stromrechnung sowie für notwendige Netzplanungen verwendet. Die Daten sind gesetzlich gegen Missbrauch geschützt.

Wann wird mein Smart Meter installiert?
Die Elektra startet ab Herbst 2020 in zwei Gebieten in Jegenstorf. Das gesamte Rollout erfolgt  bis 2030. Ihr Installationstermin wird Ihnen frühzeitig per Brief mitgeteilt.

Karin Guggisberg mit Zählerausweis

«Da ich auch selber in diesem Gebiet wohne, kenne ich viele Kunden persönlich.» 

Karin Guggisberg


 

Ziemlich fit und stets freundlich

Karin Guggisbergs Ablesegebiet umfasst den westlichen Teil von Jegenstorf. «Da ich auch selber in diesem Gebiet wohne, kenne ich viele Kunden persönlich.» Die Leute seien meist freundlich, manchmal reiche die Zeit für einen Schwatz oder gar einen Kafi. 

An einem arbeitsintensiven Tag legt sie gemäss Schrittzähler am Handgelenk etwa 15 000 Schritte zurück. «Meistens ‘Stägeli ab’ in den Keller und dann wieder ‘Stägeli uf’ zum nächsten Haus.» Ab und zu eine Kiste oder ein Velo umzuplatzieren, gehört zu diesem speziellen Fitnessprogramm dazu. «Es gibt Keller, in denen alles übersät ist mit Spielsachen, altem Mobiliar und allerhand anderem Gerümpel. Da muss ich mir den Weg zu den Zählern zuerst freilegen.»

Kein Problem, Karin Guggisberg ist gut im Saft. Sie hält sich fit mit Wandern, viel Gartenarbeit und im Winter mit Schneeschuhtouren. «Körperlich aktiv zu bleiben, ist für mich sehr wichtig.» Oder wie heisst es so schön: Wer rastet, der rostet.

 

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